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  • AutorenbildR. Heuberger

Mit dem Dienstwagen Steuern sparen. So geht's


Man im Anzug steht glücklich vor seinem Auto
So spart man mit seinem Auto Steuern!

Zum Jahreswechsel lohnt es sich , die eigene Besteuerungsmethode kritisch zu bewerten. Denn nur zum 1. Januar oder wenn unterjährig ein neues Fahrzeug angeschafft wird, kann die Methode geändert werden.


Mit diesen Methoden Steuern sparen

Wir erklären, weshalb diejenigen, die mit dem Firmenwagen wenig privat, also fast nur dienstlich unterwegs sind, am besten ein Fahrtenbuch nutzen. Wer hingegen selten ins Büro pendelt, stellt am besten bei der Ein-Prozent-Methode auf Einzelbewertung um. Das geht sogar rückwirkend.

Alle Dienstfahrzeuge, die unentgeltlich auch privat genutzt werden dürfen, wertet der Fiskus als „geldwerten Vorteil“. Dieser geldwerte Vorteil erhöht das zu versteuernde Einkommen, folglich werden darauf Lohnsteuer, Sozialversicherungsbeiträge und gegebenenfalls Soli und Kirchensteuer berechnet. Wer den geldwerten Vorteil also möglichst gering rechnet, spart Steuern und Abgaben.


Mit dem Dienstwagen Geld sparen

Für alle, die nicht nur geschäftlich, sondern auch privat einen Dienstwagen nutzen, gibt es zwei unterschiedliche Bewertungsmethoden: die Ein-Prozent-Methode und das Fahrtenbuch. Die Ein-Prozent-Methode besteht aus zwei Teilen: der Berechnung des geldwert Vorteils für private und dienstliche Nutzung – zum einem für private Strecken und zum anderen für alle geschäftlichen Wege.


Hauptsächliche private Dienstwagen Nutzung

Allein für die Möglichkeit, den Dienstwagen privat nutzen zu können, gilt für neue und gebrauchte Autos, ein Prozent des gesamten Erstzulassungspreises.

Beispielsweise: Der Firmenwagen eines Wirtschaftsprüfers kostet 40.000 Euro und ein geldwerter Vorteil von 400 Euro pro Monat bei privater Nutzung. Dieser Betrag unterliegt Steuern und Abgaben. Wenn Sie den Firmenwagen nur privat nutzen, zB im Urlaub, aber nie zur Arbeit oder zu Kundenterminen fahren, beträgt die Gebühr 400 EUR. Allerdings verlangt das Finanzamt in diesen Fällen Nachweise – etwa die Laufweite zum Arbeitsplatz oder die Vorlage einer Bahnjahreskarte, entschied der Bundesfinanzhof (VI R 68/05). Persönliche Bewertung hilft vielen, die von zuhause aus arbeiten. Wer hingegen zur Arbeit pendelt, hat zwei Möglichkeiten, den geldwert Nutzen für die betriebliche Nutzung zu berechnen, entweder durch eine Pauschalbemessung oder durch eine Einzelbemessung.


Methode 1: Bei einer einfachen Fahrt erhält man einen monatlicher Zuschlag von 0,03 % des Listenpreises pro Kilometer. Beispiel: Ein Autor hat eine 20 km lange Fahrt. Als geldwerter Vorteil muss sie daher eine Steuer von 0,03 % x 40.000 Euro x 20 Kilometer = 240 Euro pro Monat zahlen. Dieser Betrag plus 400 Euro für die Möglichkeit der privaten Nutzung ergibt 640 Euro. Für diejenigen, die häufig von zu Hause aus arbeiten, können jedoch individuelle Bewertungen günstiger sein. Wenn Sie nur bis zu 180 Tage im Jahr zur Arbeit pendeln, können Sie pro tatsächlich gefahrenem Kilometer nur 0,002 % des Listenpreises nutzen. Beispiel: Wirtschaftsprüfer fahren nur 100 Tage im Jahr 20 Kilometer zur Arbeit. Dann muss sie nur noch die Jahressteuer zahlen 0,002 % x 40.000 Euro x 20 Kilometer x 100 Tage = 1600 Euro, also nur 133 Euro plus 400 Euro im Monat kann 533 Euro verdienen. Gegenüber der allgemeinen Veranlagung ergibt sich ein Vorteil von 107 Euro pro Monat.


Ausschließlich berufliche Fahrzeug-Nutzung

Man in Hemd unterzeichnet mit Stift Papiere
Das Führen eines Fahrtenbuches

Wer sein Auto nie für private Fahrten nutzt, sondern damit ausschließlich zur Arbeit oder dienstlichen Terminen fährt, muss dafür nur den geldwerten Vorteil für dienstliche Nutzung versteuern, entschied der Bundesfinanzhof (Az. VI R 56/10). „Lassen Sie sich das in Ihrem Arbeitsvertrag vom Chef bescheinigen und zwar als ausdrückliches Nutzungsverbot für Privatfahrten“, rät die Vereinigte Lohnsteuerhilfe (VLH). In diesem Fall müsste die Wirtschaftsprüferin also nur die 240 beziehungsweise 133 Euro versteuern.

Dienstwagen-Fahrtenbuch ist für einige noch günstiger

Trotz Einzelbewertung ist die Fahrtenbuchmethode für all die Dienstwagenfahrer und -fahrerinnen noch günstiger, die wenig privat fahren. Hier wird der geldwerte Vorteil ausschließlich anhand der tatsächlich privat gefahrenen Kilometer und der gesamten Aufwendungen für das Auto berechnet.

Zu den Aufwendungen gehören laut dem Bund der Steuerzahler Deutschland: Abschreibung, Reparaturkosten, Kfz-Steuer, Darlehenszinsen, Benzinkosten, Versicherung und Stellplatzgebühr.


Das Auto der oben erwähnten Wirtschaftsprüferin hat auf Basis eines Verbrauchs von 7 Liter/100km, einem Benzinpreis von 1,72 Euro/Liter und 15 Cent je Kilometer für Wartung etc. laufende Kosten von 0,27 Euro pro gefahrenen Kilometer. Wenn die Frau nur 1000 Kilometer privat fährt, summiert sich der geldwerte Vorteil auf 1000 x 0,27 Euro und damit 270 Euro.


Betriebskosten müssen vom Arbeitgeber geltend gemacht werden. Gerade in großen Unternehmen ist es manchmal schwierig oder unmöglich, diese Informationen zu erhalten. Dann kann es nur geschätzt werden. Protokolle sind in der Regel nur für Privatnutzer interessant und für den professionellen Einsatz irrelevant. Wenn Sie ein verschrottetes Auto fahren, können Sie auch bei privater Nutzung von einem Fahrtenbuch profitieren, da die laufenden Kosten geringer sind.


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Bilder: Unsplash.com



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