Ladestationen von Tesla

Über 190.000 Ladepunkte in Deutschland: Der Infrastruktur-Boom füttert die THG-Quote

Veröffentlicht am 24.2.2026 von Samuel Freitas Ribeiro

LadeinfrastrukturTHG-Quote

Die Sorge vor der Ladelücke gehört der Vergangenheit an. Zum Stichtag 1. Januar 2026 meldet die Bundesnetzagentur einen neuen Rekord: Rund 194.000 öffentlich zugängliche Ladepunkte sind in Deutschland am Netz: ein Plus von 17 % innerhalb eines Jahres.

Während die Fahrzeugverkäufe sich auf hohem Niveau stabilisieren, gibt die Infrastruktur erst richtig Gas. Europaweit wurde bereits die Marke von einer Million Ladepunkten überschritten. Damit wird das Ladenetz zum entscheidenden Wirtschaftsfaktor für Betreiber, die bisher oft nur auf die Strommargen geschaut haben.

Deutschland knackt Rekordmarken beim Netzausbau

In den letzten zwölf Monaten sind allein in Deutschland knapp 28.700 neue Ladepunkte hinzugekommen. Besonders dynamisch entwickeln sich Regionen wie Hamburg (+38 %) und Mecklenburg-Vorpommern (+28 %). Dieser Ausbau ist kein Zufall, sondern wird durch die strengen Vorgaben der europäischen AFIR-Verordnung getrieben, die seit 2025 verbindliche Ausbauziele pro Elektroauto vorschreibt.

Schnellladen als Wachstumstreiber (+33 %)

Der wahre "Gamechanger" ist jedoch die Leistung: Die Zahl der Schnellladepunkte (HPC) ist um über ein Drittel auf knapp 49.000 Einheiten explodiert. Die installierte Gesamtleistung in Deutschland kletterte dadurch auf über 8 GW.

Für die THG-Quote ist das entscheidend: Schnellladeparks setzen in kürzerer Zeit deutlich höhere Strommengen um als herkömmliche AC-Lader. Diese Mengen sind das Gold des 2026er Quotenmarktes.

Warum jeder Ladepunkt ein "Quoten-Konto" ist

Mit dem Anstieg der gesetzlichen THG-Quote auf 12 % seit Januar 2026 ist der Bedarf der Mineralölindustrie an Emissionszertifikaten sprunghaft gestiegen. Da gleichzeitig die "Doppelanrechnung" für Biokraftstoffe weggefallen ist, wird Ladestrom zur wichtigsten Währung für die Quote.

Jede Kilowattstunde, die an einer öffentlichen Säule geladen wird, generiert eine Einsparung, die direkt vermarktet werden kann.

Wo eQuotNow ins Spiel kommt

eQuotNow unterstützt Betreiber (CPOs), Stadtwerke und Unternehmen dabei, diesen "Infrastruktur-Schatz" zu heben. Ab 2026 gelten neue technische Standards wie die ISO 15118, die eine noch präzisere Datenübertragung ermöglichen.

Wir digitalisieren den Prozess: Von der automatisierten Übermittlung der Lademengen bis zur Zertifizierung durch das Umweltbundesamt. In einem Markt, der durch das hohe Volumen an Ladepunkten immer unübersichtlicher wird, sorgt eQuotNow für die nötige Transparenz und den direkten Zugang zu den lukrativsten Quoten-Käufern.

Fazit

Der Infrastruktur-Boom ist in vollem Gang. Wer 2026 Ladeinfrastruktur betreibt, profitiert nicht mehr nur von den Netzentgelten, sondern führt ein "Quoten-Konto". Durch die Kombination aus wachsenden Lademengen und der Verschärfung der RED III wird der Betrieb von Ladestationen zu einem der stabilsten Geschäftsmodelle der Energiewende.

Quellen

  • Bundesnetzagentur (Februar 2026): Ladesäulenregister – Aktuelle Bestandszahlen und Leistungsdaten.
  • EAFO / ICCT (2026): European Public Charging Infrastructure – Milestone Report.
  • RED III & BImSchV (2026): Gesetzliche Rahmenbedingungen zur Quotensteigerung auf 12,1 %.
  • Zapmap / Electrive (2026): Marktanalyse zum Wachstum von Schnellladestationen in der EU.

EQN